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FACHTAG in Göttingen „Armut und Menschenwürde?“ Systemische Praxis in Zeiten sozialer Ungerechtigkeiten

Plattenbau. Foto: © shutterstock.comIn vielen psycho-sozialen Beratungs- und Therapiekontexten gibt es mittlerweile Berührungspunkte mit den Themen „Hartz IV“, „Armut“ oder „Tafeln“. Die Schere der sozialen Gerechtigkeit scheint sich - trotz dauerhaft stabiler Konjunktur - immer weiter zu öffnen und mittlerweile hat sich der Kreis der „Betroffenen“ weit in die sogenannte „Mittelschicht“ hinein erweitert.

Daraus erwachsen viele Herausforderungen auch und gerade für systemisch ausgebildete Kolleg*innen, denn einige Grundsätze der inneren Haltung und des kontextuellen Handelns scheinen hier an Grenzen zu stoßen. Auf der einen Seite steht die fast tägliche Erfahrung, wie belastend, einschränkend und diskriminierend Menschen häufig Erwerbslosigkeit oder dauerhaften Leistungsbezug erleben, die die Selbstachtung und Würde berühren und häufig mit Scham, Trauer oder sogar traumatischem Erleben verbunden sind. Gleichzeitig wächst bei vielen Berater*innen die eigene Empfindung, Teil eines „Reparaturbetriebes“ oder eines „Sanktionierungsapparates“ zu sein, die zu Gefühlen der Ohnmacht, der Wut oder zur Über-Identifikation mit dem Auftrag des Arbeitgebers führen können.

Der vom Sobi in Kooperation mit dem Verlag Vandenhoeck & Ruprecht in Göttingen geplante DGSF-Fachtag möchte Gelegenheiten schaffen, sich mit einigen Aspekten dieses Themenkomplexes näher zu beschäftigen.

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